Erlebnis bei der Seligsprechung von der Schwester Faustine

Ein Erlebnis das ich im Zusammenhang mit der Seligsprechung in Krakau am 18. April 1993 hatte.

Ich nahm an einer Pilgerfahrt nach Polen teil. Schon am Anfang der 1 wöchigen Fahrt bekam ich hohes Fieber mit Halsschmerzen, Husten usw. Durch verschiedene andere gesundheitliche Probleme war es mir nicht möglich wirksame Tabletten oder auch nur Orangensaft, Vitamine zu mir zu nehmen. Dazu kam noch eine starke Schwächung durch eine andere Erkrankung. Ich konnte mich mit Ausnahme von einem Nachmittag in einem Pilgerheim tagsüber nicht ins Bett legen. Wir waren entweder im Bus unterwegs oder in den Kirchen, die zu dieser Jahreszeit noch sehr kalt waren. Mir ging es unter diesen Umständen (Fieber usw.) von Tag zu Tag schlechter. Ich war nach kurzer Zeit so geschwächt, daß mich Freunde vom Bus zur Kirche oder vom Bus zum Hotel führen mußten. Wenn ich mich in der Kirche zur Wandlung hinkniete, war ich so schwach, daß ich kaum noch aufstehen konnte. Wir kamen dann nach Krakau zum Grab und zum Kloster von der Schwester Faustine. Gleich am ersten Abend nach unserer Ankunft hatte ich tiefe innere Erlebnisse. Am übernächsten Tag war die Seligsprechung und eine Nonne aus dem Kloster erklärte mir, daß Schwester Faustine einmal zu Lebzeiten gesagt hätte, sie würde einmal an 2 Orten zur gleichen Zeit sein und zwar in Rom und in Krakau - das ist ihr Seligsprechungstag. In der Nacht vor der Seligsprechung hatte ich durch verschiedene Umstände nur ca. 3 Stunden schlafen können. Da ich seit meiner Kindheit eine Herzerkrankung habe, sind die Folgen von zu wenig Schlaf am nächsten Tag stets starke Herzprobleme. Ich kann auch normalerweise nicht lange Zeit stehen und muß mich immer zwischendurch hinsetzen. Am Seligsprechungstag war die Kirche so voll und auch auf dem ganzen Platz vor der Kirche waren hunderte von Menschen. Ich hatte also keinen Sitzplatz und auf den Boden konnte man sich nicht setzen, dazu war es einfach noch zu kalt. Keiner unserer Mitpilger hatte ein Stühlchen mit. So blieb nur die Möglichkeit während der Hl. Messe und den Feierlichkeiten mich an einen Baum zu lehnen. Ich stand mit wenig Unterbrechungen von ca. 9:00 Uhr bis abends ca.17:00 Uhr an den Baum gelehnt, ohne Mittagessen, geschwächt von den Gesundheitsproblemen, was ich normalerweise niemals ausgehalten hätte. Erstaunlicherweise fühlte ich mich abends nach der Seligsprechungsfeier gesund und wohl, war nicht mehr geschwächt, mir ging es wieder gut. Für mich war es ein Wunder und selbst meine Mitreisenden zeigten sich sehr erstaunt, da sie doch Zeuge meines schlechten Gesundheitszustandes während der Fahrt und meines jetzigen Wohlbefindens waren. Damals wurde mir klar, daß an einer Selig- oder Heiligsprechung sich der ganze Himmel freut und große Gnaden von Gott vergeben werden, durch die Vermittlung dieser Seligen und Heiligen.

Dank sei Gott, der Gottesmutter und allen Engeln und Heiligen.

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(c)Pilgerreisen Peter Koros


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