Die Heiligen, unsere Freunde im Himmel


Heilige sind Menschen, die sich durch ein besonders vorbildliches und reines Leben für Gott und für die Mitmenschen den Himmel verdient haben oder indem sie ihr Leben für Gott hingegeben haben und den Märtyrertod gestorben sind. Wenn ein Mensch heiliggesprochen wird, muß er zuvor selig gesprochen worden sein, was erst nach langjähriger Prüfung seines vorbildlichen, sittlich und christlichen Lebens durch die katholische Kirche (d.h. durch den Papst) erfolgen kann. Bevor ein Mensch nach seinem Tod selig oder heilig gesprochen wird, müßen erst Wunder auf seine Fürbitte geschehen sein. Somit kann er erst zum "Ruhm der Altäre" erhoben und verehrt werden. Zahlreiche Heilige kennt die katholische Kirche, sie sind unsere Helfer, unsere Freunde im Himmel. Sie haben bei Erscheinungen gesagt, daß sie uns helfen möchten, wir sie aber um Hilfe bitten, sie anrufen müssen.

 

Manche Menschen finden die Verehrung der Heiligen merkwürdig, z.B. das Tragen von Medaillen oder das Aufstellen von Statuen. Dazu kann man nur sagen, daß auch viele Leute Fotos ihrer Freunde bei sich tragen im Medaillon oder in der Geldbörse. Auch von bedeutenden Persönlichkeiten, Staatsoberhäuptern, Königen errichten die Menschen oftmals Statuen zur Erinnerung an sie. Warum sollten wir nicht auch von unseren Freunden im Himmel - die viel höher stehen als Kaiser und Könige - zur Erinnerung an sie Statuen aufstellen. Man sollte auch nicht übersehen, welche wichtige Funktion die Heiligen als unsere Vorbilder erfüllen. Die Lebensläufe der Heiligen können uns so viel lehren und Ermutigung, Kraft und Hilfe für unser Leben geben, weil sie auch Menschen aus Fleisch und Blut waren und mit ihren Schwächen kämpfen mußten.

 

Wir Katholiken können so dankbar dafür sein, daß wir die Heiligenverehrung haben. Unsere Freunde im Himmel sind uns zur Hilfe an die Seite gestellt worden und freuen sich, wenn sie von uns angerufen werden und uns helfen können. Da sie bei Gott so große Verdienste erworben, ihr Leben für Gott aufgeopfert haben, schlägt er ihnen keine Bitte ab, die sie ihm vortragen. Je mehr Heilige wir anrufen desto mehr Helfer haben wir, die uns unterstützen werden. Durch die Gebetserhörungen, Wunder und Reliquienverehrung wird ihre Heiligsprechung von Gott bestätigt.

 

Schon seit meiner Kindheit habe ich täglich die Heiligen mit Erfolg angerufen. Als kleines Mädchen erfuhr ich bereits von der Heiligen Rita. Meine Mutter stellte stets ein Blumenstöckchen oder eine brennende Kerze vor ihre Statue in einer Kirche unserer Nachbargemeinde. Gegenüber stand eine Statue vom Heiligen Bruder Konrad von Altötting, der mich sehr beeindruckte, als mir erzählt wurde, daß er so viel für die Armen getan hat. Später in der Schule lernte ich einiges über die Heilige Elisabeth von Thüringen, die mich besonders interessierte, weil mein zweiter Name Elisabeth ist. Ich erfuhr, daß sie eine Tochter des Königs von Ungarn war und viel wegen ihrer großen Nächstenliebe - besonders für die Armen - zu erdulden hatte. Allmählich lernte ich immer mehr Heilige kennen, wie z.B. den Hl. Antonius, den man besonders anruft, wenn man etwas verloren hat und den wohl fast jeder kennt. und meine Namenspatronin die Hl. Katharina von Alexandria. Wenn man Katharina oder Karin (eine Ableitung von Katharina) heißt, dann hat man gleich noch drei weitere Namenspatroninnen zur Auswahl: die Hl. Katharina von Siena, die Hl. Katharina Laboure` (von der wundertätigen Medaille) und die Hl. Katharina von Bologna. Besonders sympathisch war mir immer der Hl. Franziskus, weil er die Tiere so liebte und obwohl er aus einem sehr reichen Hause stammte, für Gott freiwillig ein Leben in größter Armut wählte. Allen voran verehrte ich natürlich die Muttergottes, die Gott am nächsten steht und unsere größte Fürbitterin ist und den Hl. Josef, der uns besondere Hilfe in allen finanziellen und beruflichen Dingen sowie an unserem Lebensende beim Sterben bietet. Die Liste der Heiligen, die ich anrief, wurde im Laufe der Jahre immer länger. Da bat ich dann auch die Namenspatrone meiner Eltern und die Patrone meiner Heimat die Frankenapostel Hl Kilian, Hl. Kolonat und Hl. Totnan, sowie den Hl. Bonifatius, der Deutschland missionierte und die besonderen Patrone der kath. Kirche, den Hl. Petrus und Paulus um Hilfe. Auch die Großeltern von Jesus, die Hl. Mutter Anna und den Hl. Joachim sowie den Hl. Johannes, die Hl. Maria Magdalena, den Hl. Nikolaus (Patron unserer Pfarrgemeinde), die Hl. Theresia von Lisieux und die Hl. Theresia von Avila und ganz besonders die "Vierzehnheiligen Nothelfer" rief ich in allen Sorgen und Problemen an. Später kamen noch der Hl. Pfarrer von Ars, die Hl. Philomena, der Hl. Josef von Copertino, der Hl. Leopold Mandic und der Hl. Judas Thadäus (in aussichtslosen Fällen), sowie die Hl. Drei Könige dazu, so daß meine ganz persönliche Heiligen Litanei entstanden ist.

 

Ich bin all den Heiligen im Himmel, die mir seit meiner Kindheit in zahlreichen Nöten zur Hilfe kamen, zutiefst dankbar. Auch den Hl. Engeln, den Erzengeln und dem Hl. Schutzengel möchte ich an dieser Stelle meinen Dank sagen. Gott hat mir in meinem Leben immer wieder in Prüfungen, Krankheiten und Problemen aller Art durch ihre Fürbitte geholfen.

 

 


(c)Pilgerreisen Peter Koros


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