Der Hl. Josef von Copertino

 


Auf unser letzten Wallfahrt zum Pater Pio haben wir sein Grab und seine Wirkungsstätte in Osimo besucht. Dieser Heilige gilt als Schutzpatron der Schüler, Prüflinge und Flieger. Er ist leider hier in Deutschland wenig bekannt. Er wurde wie Jesus in einem Stall geboren. Im Jahre 1603. Seine Mutter gab ihn als Kind weg und auch sonst hatte er es nicht leicht in seinem Leben. Er galt als äußerst ungeschickt und man bezeichnete ihn als Tölpel. Als er Schuster werden sollte, wurde er wieder fort geschickt, wegen seiner Ungeschicklichkeit. Später wollte er Priester werden, war doch dieser Traum gänzlich unerreichbar, er wäre dazu viel zu dumm, bekam er immer wieder zu hören. Nun betete er innig zur Mutter Gottes und sie fügte es auf wunderbare Weise, daß er doch trotz fehlender Intelligenz Priester werden konnte. Sein Weg ging ins Kloster. Die Minderen Brüder des HL. Franz hatten es Ihm angetan. Das Leben in der Armut und der Vorsehung Gottes. Als Pater hatte er die Gabe der Prophetie, der Seelenschau und die Gabe des Heilens. Man riß ihm oft ganze Stücke aus seinen Kleidern, nur um etwas von dem Hl. Mann zu besitzen. Er sagte den Menschen Ihre Sünden auf den Kopf zu und ermahnte sie diese endlich zu beichten. Dann riß es ihn in Ekstase am Altar in die Höhe und er schwebte in der Luft. Bei Prozessionen schwebte er oft bis zu 6 Meter in die Höhe und über den ganzen Prozessionszug vor und zurück. Könige und Fürsten aus ganz Europa kamen um ihn zu sehen. Unzählige Kranke wurden geheilt. Er hatte selbst schwerste Prüfungen zu bestehen, wurde er doch der Hexerei angeklagt und mußte sich vor der Inquisition verantworten. Er war dann die meiste Zeit seines Lebens im Kloster verborgen. Als er in einer Kirche immer die Hl. Messe ohne das Volk feiern mußte, war aber die Neugierde des Volkes so groß, daß sie sich Gucklöcher in die Wände und das Dach der Kirche bohrten, so daß diese Kirche baufällig wurde und abgerissen werden mußte. Die Menschen wußten welch großen Heiligen sie hatten. Half er Ihnen doch schon zu Lebzeiten so viel. Er hilft auch heute noch, wenn man ihn anruft. Besonders gerne wird er von den Schüler bei Prüfungen angerufen. War er doch ein großer Leidensgenosse der immer wieder Hilfe von Gott erflehte und bekam, wenn es im Sinne Gottes war.

 

(c)Pilgerreisen Peter Koros


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