Bischof Paul Maria Hnilica ist heimgegangen!

Der bekannte Untergrundbischof Paul Maria Hnilica ist tot. Er starb am Sonntag den 8. Oktober 2006 nach dem Rosenkranzfest im Alter von 85 Jahren. Seine letzte Bischof Paul Maria Hnilica und Peter KorosRuhestätte fand er im Dom von Tranva in der Slowakei. Bischof Paul Maria Hnilica wurde am 30. März in der Slowakei geboren und trat später in den Jesuitenorden ein. Zusammen mit anderen Ordensleuten war er längere Zeit während der kommunistischen Christenverfolgung eingesperrt. Er wurde am 29. September 1950 zuerst heimlich zum Priester und kurze Zeit später am 2. Januar 1951 auch heimlich zum Bischof geweiht. In dieser Zeit wirkte er sehr erfolgreich im Untergrund. In der Nacht des 4. Dezember 1951 floh er unter lebensgefährlichen und dramatischen Umständen durch den Eisernen Vorhang in den Westen. Am 13. Mai 1964 wurde Bischof Hnilica offiziell zum Titularbischof von Rusado ernannt. Bischof Hnilica wirkte später jahrelang in Rom und stellte sein Leben ganz in den Dienst der Verbreitung der Botschaft von Fatima.

 

Unsere persönlichen Erinnerungen an einen wunderbaren Bischof.
Als uns am 8.Oktober 2006 die Nachricht vom Tod des Bischofs Paul Maria Hnilica erreichte, waren wir doch erstmal sehr traurig, weil uns doch so manche schöne Bischof Hnilica Peter Koros und Pfr. Klaus MüllerErinnerung in den Sinn kam. Wie wir ihn damals kennen lernten, das erste Mal persönlich erlebten, hatten wir doch schon öfter von ihm gehört, einem Bischof aus Rom, der sehr bekannt war, und ein guter Bekannter des Papstes Johannes Paul II. Wir lernten einen ganz demütigen und verständnisvollen väterlichen Bischof kennen, der in einer Heiligen Messe bei der Predigt über die Straßenkinder von Rußland und die Not der Menschen sprach. Er erzählte, wie er als Slowake den Deutschen, die bei den Tschechen, vor der Vertreibung, in den Lagern eingesperrt waren, Essen und Geschenke zu Weihnachten ins Lager brachte, was nicht einfach und sehr gefährlich war. Es war genau das Gebiet, in dem meine Mutter und Ihre Verwandten, auch Kinder, eingesperrt waren. An diesem Tag lernten wir uns noch näher kennen, und er nahm sich auch noch die Zeit und besuchte uns am nächsten Tag zu Hause. Bei unserem ersten Gespräch, wo wir uns näher kennen lernen durften, sagte er zu meinem Mann: "Du bist Petrus und ich Paulus, da müssen wir doch zusammen arbeiten."
Er wollte alles über unsere Arbeit im Weinberg Gottes wissen und als wir ihm dann die bisherigen Pilgerboten, meine Gedichte und was wir sonst noch so geschrieben hatten zeigten, meinte er, wir müssten unbedingt schreiben und die Schriften verbreiten. Unseren Einwand, daß wir keine schriftstellerische Begabung hätten und nur zwangsläufig manchmal schreiben müssen, wollte er nicht gelten lassen. Er sagte uns, Ihr könnt gut und verständlich erklären, Ihr müßt schreiben, das ist eure Aufgabe. Aus diesem Besuch ist eine gewisse Verbundenheit entstanden. Immer wenn er in der Nähe war besuchte er uns, bis es ihm gesundheitlich nicht mehr möglich war. Aber in den Telefonaten äußerte er immer wieder den Wunsch, doch wieder zusammen zu kommen. So blieb dann nur noch die Begegnung mit Ihm in Rom, wenn mein Mann mit Pilgern dort war, wo er dann auch gerne zum Abendessen ins Hotel kam und zu den Pilgern sprach, obwohl er schon sehr krank war. Gerne erinnern wir uns auch an die Wallfahrten, die wir zusammen machen konnten, wie z.B. nach Kurescek und nach Fatima, wo Bischof Hnilica unser geistlicher Begleiter war: Ein unvergessliches Erlebnis für unsere Pilger. Konnte er doch zum Thema Fatimabotschaft und die Weihe von Russland an das unbefleckte Herz Mariens und seinen Anteil daran erzählen. Der Heilige Vater vollzog die Weihe in Rom. Bischof Hnilica hatte im Kreml heimlich die Hl. Messe gefeiert und dabei auch die Weihe vorgenommen. Er hatte sich als Besucher eingeschmuggelt und dort dann die Hl. Messe gefeiert. Als Messkelch mußte eine ?Spalt? - Tablettendose dienen und die Meßtexte hatte er als Kopien in der Zeitung Prawda versteckt. Interessant waren auch seine Erzählungen von den Begegnungen mit den großen Mystikern und Personen unserer Zeit, wie z.B. Sw. Lucia von Fatima und der seligen Mutter Theresa usw. Wer mehr über sein Leben und Wirken erfahren möchte, dem empfehlen wir das Buch:

 

In geheimer Mission (Bischof unter roten Häschern),
erschienen im Miriam Verlag Tel. 07745 – 7267

 

K. Koros

Bitte denken Sie im Gebet und mit Hl. Messen auch an diesen Bischof, der zu Lebzeiten ganz selbstlos auch soviel für andere getan hat.

 


(c)Pilgerreisen Peter Koros

Kontakt